
ONU: 80 Jahre Evaluierung – Reflexionen und Kritik
Diese Seite ist für die Monatsbetrachtungen bestimmt.
Reflexionen, die in meine Startseite (für die Dauer des laufenden Monats) eine besondere Form des monatlichen Beitrags darstellen.
Ich werde mich von den Vereinten Nationen (ONU) inspirieren lassen – sie sind einfach perfekt!
Ich habe mich entschieden, meine Gedanken zu den Internationalen Tagen der Vereinten Nationen aufzugreifen.
Die erste, vom März, ist eine Eröffnungsrede – eine allgemeine Reflexion. Die nächsten werden Internationale Tage der Vereinten Nationen sein. Lasst mich «ein paar Worte» über die ONU spendieren …
Ich weiss nicht, wie es dir geht, aber wenn es die ONU nicht gäbe, dann müsste man sie erfinden. Sie ist ja auch nicht 1945 aus dem Nichts erfunden worden …
Es gab ihn schon: Den Völkerbund (französisch Société des Nations, englisch League of Nations, spanisch Sociedad de Naciones), eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Genf. Hervorgegangen aus der Pariser Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg, nahm er am 10. Januar 1920 seine Arbeit auf. Sein Ziel war es, das Wohlergehen und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Sein Hauptziel war die Verhinderung von Kriegen, sowohl durch diplomatisches Konfliktmanagement als auch durch Rüstungskontrolle. Doch das Scheitern des Zweiten Weltkriegs war so gross, dass eine neue Organisation erfunden wurde. Die ONU … eine Art Völkerbund 2.0 …
Es stellt sich die Frage: Hat die UNO nach 80 Jahren ihre Ziele erreicht?
Ja – in der Form, aber nicht (ganz) im Inhalt!
Das klingt wie eine harte Kritik, ist es aber nicht, sagen wir, es ist eine Hervorhebung …
Ich schätze die Fähigkeiten des Menschen und betrachte die ONU – als eine der höchsten Instanzen, die der Menschheit in den letzten Jahrhunderten zur Verfügung stand. Nach 1945 erkannte die ONU, dass es zu viele «minchiate»1 gibt, die durch menschliches Handeln verursacht werden, und dass ein einzelnes Gremium damit nicht alleine fertig werden kann. Daher war es angemessen, spezialisierte Gremien zu schaffen…
Und so weit, so gut – es ist eine zuständige Behörde, die sich im Laufe der Jahrzehnte entsprechend den externen Anforderungen/Bedürfnissen entwickelt/verfeinert hat …
Warum ist sie dann (in manchen Fällen) nicht glaubwürdig? Sie geniesst nicht den Respekt, der ihr gebührt – wie ich sagte: «Sie ist die höchste Autorität, nach der der Mensch streben kann […]». Sie sollte als «Vater der Nationen» erscheinen, als ein Vater, der immer für seine Kinder da ist, der zur Verfügung steht, wenn man ihn braucht, um Rat zu geben, ein perfekter Erzieher der Zivilisation. Nicht als Exporteur der Demokratie! Warum aber gedeiht dieses Bild nicht?
Eine Hypothese könnte (meiner Meinung nach) plausibel sein …
Wie ich bereits sagte, haben sich die Vereinten Nationen in diesen 80 Jahren äusserlich verbessert. Viele «Ad personam» – Organisationen sind entstanden, um sich mehr um die unterprivilegierte Bevölkerung zu kümmern.
Aber innerhalb der ONU?
Die ONU ist ein wahres Spinnennetz von Gremien – wie man weiss, ist das Merkmal des Spinnennetzes, dass der entfernteste Sektor (direkt) mit dem Zentrum verbunden ist, aber das Wichtigste ist: Die Antwort des Zentrums basiert auf den Inputs der einzelnen Sektoren! Ich weiss nicht, trifft die Metapher des Spinnennetzes die Idee?
Das Zentrum symbolisiert den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Es ist nur gerecht, dass vor 80 Jahren die permanenten Mitglieder diejenigen waren (Frankreich; Russland; Vereinigtes Königreich; Vereinigte Staaten und Volksrepublik China), die am meisten zur Wiederherstellung von «Freiheit und Demokratie» beitrugen – die Volksrepublik China – sagen wir; sie trat in «Spielverlängerung» ein …
Ich habe ein wenig über die Aufgaben des Sicherheitsrats gelesen. Nach Artikel 24 I der Charta der Vereinten Nationen sollen ihm die Mitgliedstaaten die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit übertragen. Während andere UN-Organe unmittelbar nur Empfehlungen abgeben können, kann der Sicherheitsrat nach den Bestimmungen des Kapitels VII der Charta Entscheidungen mit Bindungswirkung für die Mitgliedsstaaten treffen. Massnahmen bei Bedrohung oder Bruch des Friedens und bei Angriffshandlungen. Dabei besteht eine grundsätzliche Rechtsbindung an die Normen der UN-Charta. […]
Wenn ein permanenten Mitglied nein sagt, ist alles blockiert!
Es stellt sich die Frage, ob das Statut des Sicherheitsrates vor dem Hintergrund der in den letzten 80 Jahren erfolgten Veränderungen noch den aktuellen Erfordernissen entspricht. Diesbezüglich ist zu konstatieren, dass die gegenwärtigen Ereignisse – und nicht nur diese – eine Modifikation des Status quo erforderlich machen.
In der Politik gibt es den sogenannten Interessenkonflikt – gibt es ihn nicht auch hier? Gibt es Privilegien? Verstehe ich das richtig: Man kämpft gegen etwas, was man zu Hause hat?
Das ist meiner Meinung nach einer der Gründe, warum die UN nicht so glaubwürdig erscheint – der andere kommt von aussen …
Eines der hehren Ziele der Vereinten Nationen – und damit meine ich nicht den Sicherheitsrat – ist es, die Kultur des Friedens und der Gleichheit zu verbreiten.
Ja, aber woher soll diese Kultur kommen?
Sicherlich nicht nur von den «Spots» der UN, denn das Ergebnis wäre etwas steril!
Eine gewisse (nachhaltige) Kultur kommt von unten – hier frage ich die einzelnen Länder, was tun die einzelnen Länder dafür?
Ich habe keine Statistiken – ich will nur verstehen, und alle Fragen, die ich stelle, sind keine rhetorischen Fragen…
Nicht eine Kultur des Friedens und der Gleichheit muss gefördert werden, sondern – «Die» Kultur des Friedens und der Gleichheit muss gefördert werden.
Das ist der Fall, wenn man «von Tür zu Tür» zu den Menschen geht. Und hier stelle ich eine rhetorische Frage …
Wo – welcher Ort ist fruchtbarer – als in der Schule?
Gibt es in den einzelnen Staaten ein Strukturprogramm für Schulen – genannt Programm-ONU?
Ich meine: Man muss einen Paradigmenwechsel vornehmen, wenn man etwas an der Wurzel ändern will.
Ich stelle eine provokante Frage: Können alle unsere Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren zwischen der UN und der NATO unterscheiden?
- 05. April: Internationaler Tag des Gewissens
- 03.Mai: Welttag der Pressefreiheit
- 12.Juni: Internationaler Tag gegen Kinderarbeit
- 11.Juli: Internationalen Tag des Gedenkens an den Völkermord in Srebrenica 1995
- 29.September: Internationaler Tag der Aufmerksamkeit für Lebensmittelverluste und -verschwendung

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