Die Kraft der Fragen im kritischen Denken. Antworten, die weder richtig noch falsch sind, sondern die möglich sind.

Man sagt: «Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten» – ist das plausibel? Meiner Meinung nach ja! Aber im richtigen «raum-zeitlichen Kontext». Was meine ich damit? Dieser Spruch oder diese Regel, wie immer man es nennen will, hat in der Schule seine Berechtigung. Er dient dem «Individuum-Schüler» als Abschreckung, Fragen zu stellen. Das ist die sogenannte Erziehung zum kritischen Denken. Aber ausserhalb der Schule verliert es (einen Teil) seiner Gültigkeit.
Ja, denn ausserhalb (in der Gesellschaft) sollte das Individuum, das nun zum «Bürger» geworden ist, wissen, dass es auch dumme Fragen gibt. Die leider mehr vorkommen als die Antworten, oder genauso oft wie die dummen Antworten. Ich habe das Thema schon in mehreren Beiträgen behandelt:«Sei dir bewusst, woher die Gefahr kommt!; Funktioniert die Gesellschaft auch ohne mich?!» und nicht nur diese!
Die Frage, die ich mir stelle, ist einfach: Wenn eine Antwort als mehr oder weniger idiotisch betrachtet werden kann, dann auf der Grundlage der Frage. Auf welcher Grundlage kann also die Frage als mehr oder weniger idiotisch betrachtet werden? Das Problem mit der Frage liegt meiner Meinung nach nicht nur in der Form oder im Inhalt der Frage selbst, sondern auch in dem Adressaten, an den sie gerichtet ist.
In dem Sinne, dass wir oft nach Antworten suchen, indem wir Fragen nicht an die Betroffenen stellen, sondern an diejenigen, die uns am nächsten stehen, aus Angst oder einfach, weil wir die Wahrheit nicht hören wollen!
Die Zusammenfassung meiner Überlegungen führt mich zu der Annahme, dass: Wenn man eine nicht-idiotische Antwort will, muss man handeln, nicht nur in Form und Inhalt, sondern auch bei der Adresse, an die sie gerichtet ist.
Auf dieser Seite benutze ich zum ersten Mal künstliche Intelligenz – nicht zum Schreiben! Es wäre schrecklich von mir, sie zu benutzen, nein, nur um meine Fragen in Bildern zu «materialisieren», und ich muss sagen, es gefällt mir!
Meine Fragen sind von der Art: offene Fragen, aber doppelte Wahl, ist nichts anderes als eine Formulierung eines privaten Ereignisses und nicht, die Welt um mich oder um uns.
Um ehrlich zu sein, diese Inspiration (nur der Stil, nicht die Fragen), habe ich von einer italienischen Fernsehpersönlichkeit erhalten. Luigi Marzullo, besser bekannt als Gigi Marzullo, ist ein italienischer Journalist, Fernsehmoderator und Autor. Er ist nicht nur für sein Talent bekannt, sondern vor allem für die originellen Fragen, die er seinen Gästen stellt – Fragen, die manchmal unbeantwortet bleiben.
Er schreibt: «[…] Fragen ist eine der faszinierendsten und komplexesten menschlichen Aktivitäten. Fragen vibrieren mit der Sehnsucht nach Antworten und wecken die allgegenwärtige und neugierige Angst, dass die Antworten nicht die erwarteten oder erhofften sein könnten. […].»
Das Gerechte, ist es etwas das gerechtfertigt werden muss, oder ist es per se gerechtfertigt?

Ist der Mensch erfüllt, wenn er Teil des Chores ist, oder wenn er ausserhalb des Chores steht?

Was ist befriedigender: zu glauben, dass man alles unter Kontrolle hat, oder zu wissen, dass man ein Team hat, das alles unter Kontrolle hat?

Resilienz gegen Hass: Produziert man mehr, wenn man das Verhalten einer Person verurteilt, oder wenn man die Person selbst verurteilt?

Das Wissen: Ist es das Ergebnis einer strukturierten Frage, oder einer überzeugenden Antwort?

Was ist besser – glücklich zu sein oder glücklich zu machen?

Von Gigi:
Ist das Abenteuer gefährlicher oder ist die Routine tödlicher?

Es stellt sich die Frage, ob das eigene Verhalten eher an der Meinung anderer ausgerichtet ist, oder ob die eigene Meinung über andere Menschen von grösserer Relevanz ist.

Ist es in einer Diskussion von Vorteil, selbst das Wort zu ergreifen oder dem anderen zuzuhören?

Von Gigi:
Ist es wahrer, dass die Ursache der Bosheit der Menschen in ihrer Schwäche besteht, oder ist es wahrer, dass die Ursache der Bosheit der Menschen in ihrer Dummheit besteht?

Ist Wissen etwas, mit dem man vor allen prahlen kann? Oder ist es etwas, das man pflegt und mit anderen teilt?

Ist es besser, Resilienz oder Phantasie im Alltag oder beides in verschiedenen Lebensphasen zu haben?

In gewissen Momenten stellt sich die Frage, ob das Warten oder das Unerwartete eine grössere Befriedigung mit sich bringt.
Warten kann enttäuschend sein, wenn die Erwartungen übertrieben oder unbegründet sind. In jedem Fall endet es jedoch vor dem Ereignis selbst.
Das Unerwartete wird demgegenüber im Moment beurteilt – nicht anhand der Quantität oder Qualität des Ereignisses per se, sondern anhand seiner Auswirkungen auf das Subjekt.

Offene Frage

Offene Frage

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